Patenschaften

Was beinhalten Patenschaften?

  • Schulmaterialien: Unsere Patenkinder dürfen sich unter der Woche im lokalen Schreibwarengeschäft bis zu einem festgelegten Betrag Materialien holen, die sie für die Erledigung ihrer Hausaufgaben brauchen. Zum Schreibwarengeschäft gehört auch ein Internetcafé, das sie für die Recherche im Internet nutzen können.
  • Unterstützung beim Kauf von Uniform, Schuhen und „lista“: Zu Beginn jeden Schuljahres haben die Eltern hohe Kosten zu tragen für Uniform, Schuhe und die „lista“, der Auflistung aller Schulmaterialien fürs ganze Jahr (Hefte, Taschenrechner etc.). Auch bei diesen Ausgaben werden Patenkinder und ihre Familien unterstützt.
  • Hausbesuche und individuelle Nachhilfe: Mindestens genauso wichtig wie die materielle Unterstützung ist die enge persönliche Betreuung durch unser Team vor Ort. Jedes Patenkind wird mindestens einmal im Monat zuhause besucht. Bei den Besuchen werden Hefte und Hausaufgaben kontrolliert, nach Anmerkungen der Lehrer geschaut und der Bedarf an individueller Nachhilfe geklärt. Besteht Bedarf, wird entweder direkt Nachhilfe gegeben oder ein Termin dafür vereinbart.
  • Nachhilfe für alle Patenkinder: Einmal im Monat treffen sich alle Patenkinder zum gemeinsamen Nachhilfeunterricht. Aufgeteilt nach Klassenstufen werden Themen bearbeitet, die vielen Kindern Schwierigkeiten machen.

Patenkinder Cristina

Wie werden Patenkinder ausgewählt?

Wir kennen viele Kinder im Projektgebiet schon seit wir dort arbeiten. Wir konnten uns über die Zeit ein Bild von ihnen machen und wenn es die Möglichkeit einer neuen Patenschaft gibt, bewerten wir folgende Punkte, um ein Kind dafür auszuwählen:

  • Gute und beständige Leistungen in der Schule: Hierbei bewerten wir nicht nur Schulnoten, da diese leider manchmal willkürlich vergeben werden, sondern auch die Vollständigkeit von Hausaufgaben und regelmäßigen Schulbesuch.
  • Unterstützung durch die Mutter/Eltern: Ein Kind kann sehr intelligent und lernbegeistert sein, wenn es dabei aber ständig gegen seine Mutter/Eltern „ankämpfen“ muss, weil Bildung für sie aus unterschiedlichen Gründen keinen hohen Stellenwert hat, sind die Chancen gering, in der Schule weiterzukommen.
  • Anstrengungen der Mutter/Eltern: Es ist nicht in unserem Sinne, dass sich die Eltern von Patenkindern zurücklehnen und „uns machen lassen“. Die Patenschaft soll eine Erleichterung und Unterstützung, keine komplette Befreiung der Eltern aus der (finanziellen) Verantwortung für die Schulbildung der Kinder sein. Für uns ist es wichtig zu sehen, dass die Eltern alles in ihrer Macht stehende tun, für ihre Familie zu sorgen.
  • Finanzielle Sicherheit: Wir vergleichen die Familie eines potentiellen Patenkinds mit anderen Familien im Gebiet bezüglich verschiedener Indikatoren für finanzielle Sicherheit. Wir unterstützen eher die Familien, bei denen es trotz großer Anstrengungen und vielen Entbehrungen einfach nicht reicht.

Ich möchte Pate werden

Zurück zur Übersichtsseite